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    Leben zwischen Grenzen
 
 

Eine christliche Palästinenserin berichtet
Authentische Geschichten, die Einblicke vermitteln wie sie sonst in dieser Offenheit kaum anzutreffen sind, reiht die selbstbewusste Faten Mukarker anscheinend mühelos aneinander. In Bethlehem geboren, in Deutschland aufgewachsen, zieht sie mit ihrem Mann nach Jerusalem zurück und durchlebt mit der Familie die Schrecken der Intifada und des Golfskriegs. Sie beschreibt als christliche Palästinenserin, deren Eltern der griechisch-orthodoxen Kirche angehören und die sich selbst der arabischen Kultur verpflichtet fühlt, den spannungsreichen Alltag in einem Land, in dem Frieden und Versöhnung in weite Fernen gerückt sind. Ihr Stil ist echt, greift direkt ins Leben, um Eindrücke menschlichen Lebens aus einer Weltregion ungefiltert wieder zu geben, die von den hereinbrechenden Nachrichten her in der Regel mit Bombenattentaten und militärischen Übergriffen identifiziert wird.

Faten Mukarker
Leben zwischen Grenzen
Hans Thoma Verlag


    Konnte Jesus übers Wasser gehen?
 
 

153 Antworten und Fragen rund um den Glauben
Kurz, knapp und präzise, vor allem aber kompetent sind die Antworten auf die unterschiedlichsten Fragen aus Glaube und Kirche. Die Herausgeber Monika Deitenbeck, Marcus C. Leitschuh, Christa Riecke und Bruder Paulus Terwitte, erläutern, erklären und vor allem vertiefen sie eine Vielzahl von Begriffen, die bei Jugendlichen Fragen aufwerfen. Ihre sachlichen Antworten behandeln Themen wie „Wer ist Gott“, „Wer ist Jesus“ „Was sagt die Bibel“ oder „Was passiert zwischen Himmel und Hölle“. Aber auch zu Gottesdienst und Feiertagen, zu Juden und Moslems, Luther und Konfirmation, Verehrung und Zölibat gibt es klare Erläuterungen und am Ende des 174 Seiten starken Buchs sind noch jede Menge Links für weitere Glaubensfragen aufgelistet.

Monika Deitenbeck
Konnte Jesus übers Wasser gehen?
Bonifatius Verlag


    Bibel-Geschichten und Kunst
 
 

Komplexe Themen der Bibel holt das Buch von Hildegard Kretschmer auf  Augenhöhe  kindlichen Verstehens. Da ist die beliebte Geschichte von Noah und seiner Arche, in der alle Tiere Platz gefunden haben nur eine von vielen. Man erfährt auch von Jonas, der drei Tage im Bauch eines Walfischs zubringen musste, was aus dem Baby wurde, das von der Tochter des Pharao in einem Körbchen am Ufer des Nil gefunden wurde und  was die geheimnisvolle Feuerschrift vor König Belsazar bedeutet.  Warum Jesus in einem Stall geboren wurde und weshalb Judas ihn schließlich um Geld verriet, das Abendmahl, die Auferstehung, das Pfingstwunder und die Offenbarung des Johannes gehören ebenso zu den Geschichten, die durch die beigefügten Bilder von berühmten Malern aus allen Jahrhunderten lebendig  und vertieft werden.

Hildegard Kretschmer
Wie Noah die Tiere gerettet hat
Prestel Verlag


    Facetten der Weiblichkeit
 
 

Potentiale entdecken – das ist die fortwährende Herausforderung im Buch von Linda Jarosch und Anselm Grün. Gleich 14 Frauen hat das Autorenteam in der Bibel gefunden, die durch ihr Wirken Wegmarken gesetzt haben als Richterin, Königin, Mutter, Kämpferin, als leidenschaftlich Liebende, als kluge Gastgeberin, als Fremde, als Lachende, als weise oder als wilde Frau. Allesamt  haben die Frauen Verantwortung übernommen, Entscheidungen getroffen, neue Facetten der Weiblichkeit bei sich selber entdeckt und Energien für ihr persönliches Leben frei gesetzt.
Entdecken wozu frau fähig sein kann, dazu wollen die Texte anleiten, in dem sie Wesenzüge beschreiben, Licht- und Schattenseiten beleuchten, um von den weiblichen Archetypen der Bibel in die unmittelbare Gegenwart vorzustoßen.

Linda Jarosch / Anselm Grün
Königin und wilde Frau
Vier-Türme-Verlag


    Was ist koscher?
 
 

Der Begriff „koscher“ unterscheidet im Judentum Reines (Koscheres) vom Unreinen (wie es die Speisegesetzte der jüdischen Religion verlangen). Paul Spiegel hat sich als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland die Aufgabe gestellt, die Besonderheiten der jüdischen Religion kurzweilig vorzustellen und mit einseitigen Stereotypen gründlich aufzuräumen. Er sagt was Sache ist. Um den Begriff „koscher“ zu erläutern, geht er von der religiösen Praxis aus, vermittelt anschaulich, was mit „koscher“ nun wirklich gemeint ist. Außerdem erfährt der Leser viel über Strömungen im Judentum, über die Beschneidung, über Thora, Talmud und Halacha (die heiligen Bücher), warum Juden eine Kippa tragen und den Tallith (Gebetsschal) umlegen und warum sie zu Pessach Mazze essen und Chanukkah statt Weihnachten feiern. Spiegel macht die Positionen seiner Religion deutlich, und weist auf Berührungspunkte im Christentum hin. Die Lektüre des Buches bereitet Genuss und wenn man bei der letzten Seite angekommen ist, hat man viel gelernt, ohne beschwert zu sein.

Paul Spiegel
Was ist koscher?
Jüdischer Glaube - jüdisches Leben
Ullstein-Verlag


    Mona und der alte Mann
 
 

Ein Kinderbuch zum Judentum
Die jüdische Religion erlebt Mona in der Praxis. Am Anfang steht die Begegnung mit Joel Schwarz auf der Parkbank, der in einem Buch mit seltsamen Buchstaben liest. Weil Mona wissbegierig fragt sie den älteren Herrn, der ihr mit großer Geduld antwortet. So entwickelt sich eine Beziehungsgeschichte. Es wird eine unkomplizierte Begegnung mit dem Judentum, denn Mona ist häufig zu Gast bei Joel Schwarz und dessen Frau und weil sie die vielen neuen Erfahrungen nicht einfach nur hinnimmt, sondern hinterfragt, erfährt sie, warum der siebte Tag der Woche den Juden heilig ist, dass sie einen anderen Kalender als die Christen haben und erlebt, wenn an Sukkot (Laubhüttenfest) die Sterne durch das Laubdach leuchten. Sie nimmt ihre neuen jüdischen Freunde zum Erntedankfest mit in ihre Kirche, ist stolz, weil sie zur Bar-Mizvah-Feier des Enkels von Joel Schwarz eingeladen wird und nimmt schließlich auch an einer jüdischen Beerdigung teil. Auch wenn die Geschichte abrupt endet, vermittelt sie in kindgemäßer Form tiefe Einblicke in das Judentum. Hebräische Begriffe werden am Schluss in einem umfänglichen Glossar erläutert.

Noemi Staszewski
Mona und der alte Mann
Patmos-Verlag


    Eugen Drewermann: Rebell oder Prophet?
 
 

Auch wenn es stiller um ihn geworden ist und sein Name nicht mehr den täglichen Zündstoff für die Schlagzeilen liefert, ist der Theologe und Tiefenpsychologie Eugen Drewermann nicht von der Bildfläche verschwunden. Zumindest beschäftigt er noch viele Menschen mit seiner Sicht vom Christentum, von Religion überhaupt und sein Verhältnis zur Kirche, nachdem er mit Lehr- und Predigtverbot belegt und vom Priesteramt suspendiert wurde. Dennoch behauptet Drewermann, dass er die Kirche, speziell die katholische, liebe. Er ist durch seine grundlegende Kritik zur gegenwärtigen Symbolfigur der Auseinandersetzung mit der Amtskirche geworden. Felizitas von Schönborn entwirft im intensiven Gespräch mit ihm ein detailliertes Porträt, beleuchtet unbekannte Winkel seiner Vita und trotz gebotener Distanz vermittelt sie gleichermaßen Zugänge zur Botschaft Drewermanns und deren Wirkung nach außen.

Felizitas Schönborn:
Eugen Drewermann Rebell oder Prophet? - Der unbequeme Theologe im Gespräch. Berlin 2003


    Die Schattenspinnerin
 
 

Eine bewundernswert undankbare Aufgabe hat sich Susan Fletcher mit der „Schattenspinnerin“ gestellt. Wagt sie es doch, das Tabu der Geschichten aus Tausendundeiner Nacht zu brechen und in die unmittelbare Gegenwart herüber zu ziehen. Das Vorhaben gelingt, in dem sie den Leser in ein dichtgesponnenes Netz entführt, Haken schlägt und in atemberaubender Geschwindigkeit die Positionen zwischen Traum und Wirklichkeit wechselt. Das macht Susan Fletcher zu einer brillanten Erzählerin, die immer dann die Szene wechselt, wenn das Interesse auf den Fortgang der Geschichte geweckt ist. Das ist dann der Punkt, an dem es schwer fällt, die Erzählerin zu fixieren: Ist das noch Susan Fletcher oder schon Scheherazade? Man muss höllisch aufpassen, nicht den Faden zu verlieren. Das Buch verzaubert den Leser durch die Intensität orientalischer Erzählkunst und weckt gleichzeitig den unbändigen Appetit, das Original der Geschichten aus 1001 Nacht kennen zu lernen.

Susan Fletcher:
Die Schattenspinnerin.
Würzburg, 2002


    Anspruch auf Trauer
 
 

Der Verlust eines geliebten Menschen durch Tod, der Verlust des Arbeitsplatzes, der gewohnten Umgebung, der Abschied eines Partners sind Situationen im menschlichen Leben, die Trauerzustände hervorrufen und Stress verursachen. Dann ist es gut, damit fertig zu werden.
Das Buch von Karina Kopp-Breinlinger und Petra Rechenberg-Winter verteidigt den Anspruch auf Trauer. Es wendet sich gegen die häufig von außen geforderte harte Schale, um rasch wieder am „normalen Leben" teilnehmen zu können. Vielmehr konzentriert es sich auf die Praxis, zeigt trauernden Menschen eine Fülle von Möglichkeiten der Trauer im Alltag Raum zu geben, sie als natürliche Reaktion auf einen Verlust zu erfahren, anstatt in Verdrängungsstrategien zu flüchten. Der Leser erfährt darin Trauer als Chance, um Entwicklungsprozesse in Gang zu bringen, die zu Neuorientierung führen und einen neuen Lebensentwurf möglich machen.

Karina Kopp-Breinlinger/Petra Rechenberg-Winter:
In der Mitte der Nach beginnt ein neuer Tag - mit Verlust und Trauer leben,
216 Seiten; Kösel


    Mit Kindern über den Tod sprechen
 
 

Wenn der Tod nicht mehr zum alltäglichen Leben gehört, weil er daraus verbannt wurde, gibt es für Kinder trotzdem kein todfreies Leben. Irgendwo werden sie mit dem Tod konfrontiert durch eine verwelkte Blume, beim Anblick eines toten Vogels. Sie erleben ihn täglich in ihrer Umwelt. Wenn nahe Verwandte sterben ist das plötzlich ganz anders. Dann tauchen für sie viele Fragen auf, die nur von den Erwachsenen richtig beantwortet werden können. Dann ist es gut, sachlich und ehrlich über das Ereignis Tod und über Unbekanntes zu sprechen, das bei Kindern eine Welle von Warum-Fragen auslöst. Elke Voß hilft mit der Geschichte „Schaut Oma uns aus dem Himmel zu?“ mögliche Sprachbarrieren der Erwachsenen zu überwinden. Die Kinder Noemi und Benjamin fragen in der Geschichte nach dem Tod und erfahren dabei viel Neues. Die Autorin erläutert Begriffe, beschreibt Handlungen und Vorgänge bei einer Beerdigung und erschließt behutsam die religiöse Dimension, die durch das Ereignis Tod plötzlich in den Vordergrund geschoben wird.

Elke Voß: Schaut Oma uns aus dem Himmel zu?“
40 Seiten, Bilderbuch mit farbigen Illustrationen;
Neukirchener Verlagshaus, Moers.


     
     
 
     
     
 
     
     

 

 

 

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